Gotha
Thüringen ist reich an weltbekannten Sehenswürdigkeiten: die Wartburg in Eisenach, das kulturelle Erbe von Goethe und Schiller in Weimar, der beliebte Rennsteig im Thüringer Wald – und nicht zuletzt Schloss Friedenstein in Gotha, der größte Schlossbau Deutschlands.
Doch zwischen Rennsteig und Gotha verbirgt sich eine weitere Sehenswürdigkeit, dem sie sich hier widmen: der Leinakanal. Seit über 600 Jahren schlängelt sich dieses künstliche Gewässer durch das Gothaer Land und versorgte einst die wasserarme Stadt Gotha mit dem lebenswichtigen Nass. Heute zählt er zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken Thüringens. Der Bau wurde im Jahr 1369 vollendet, der genaue Beginn der Arbeiten ist nicht dokumentiert.
Dieser „uralter Schlingel“ besteht aus dem Kleinen Leinakanal, dem Flößgraben und dem Leinakanal selbst. Der Flößgraben wurde zwischen 1647 und 1653 gebaut, später 1697–1698 ausgebaut und 1709–1710 nochmals erweitert. Auch das markante Aquädukt, das den Kanal über die Bahnstrecke führt, wurde um 1845 errichtet.
Viele Objekte in und um Gotha waren und sind bis heute vom Leinakanal abhängig – darunter das Aquädukt, die Sundhäuser Mühle, das Westbad, die Leinamühlen, die Parkteiche, der Marstall, die Alte Münze und die historische Wasserkunst mit der Pumpenanlage im Lucas-Cranach-Haus.
Für weitere Infos: https://www.youtube.com/watch?v=Wg4EzMljG0M









